Endlich in die eigenen vier Wände

Diverse Kreditinstitute werben im Fernsehprogramm oder in Zeitschriften mit günstigen Krediten um ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren. Der Kunde hat die Qual der Wahl zur Baufinanzierung. Ob er sich für ein Darlehen bei einer Bank in der Filiale oder für einen Bausparvertrag entscheidet, ist in erster Linie von den zu erwartenden Rückzahlungsraten und der Laufzeit abhängig.

Die Baufinanzierung bei der Hausbank

95815313 – fotolia.com – Matthias Enter

Wer seine erste Immobilie erwirbt und sich auf dem Terrain der Finanzierungsmöglichkeiten noch nicht auskennt, kommt ohne eine fachkundige Beratung kaum zurecht. Wenn dann auch noch Rückfragen beantwortet werden sollen, ist ein Besuch bei der Bank seines Vertrauens sicher der beste Weg. Hier erhält man als Kunde ein unverbindliches Angebot, welches eine anfängliche Übersicht über die zu erwartenden Kosten zeigt. Die Hausbank kann zudem auf die individuellen Kundenwünsche eingehen und diese bei der Finanzierung berücksichtigen. Als Grundsatz gilt, je länger der Zeitraum der Rückzahlung gewählt ist, des so geringer sind die Raten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, je kürzer die Laufzeit, desto höher ist die monatliche Belastung. Bei der eigenen Bank bekommt man als Kunde auch eine sogenannte Mischfinanzierung. Das heißt, das benötigte Geld für den Hausbau, den Hauskauf oder die Anschaffung einer Eigentumswohnung wird nicht nur von einem Geldgeber bereitgestellt. Eine Beispielkonstellation könnte wie folgt aussehen. Die Bank gewährt den Hauptteil der Summe und eine Bausparkasse finanziert den Rest. Zur Absicherung der Baufinanzierung wird üblicherweise eine Grundschuld eingetragen. Diese dient der Bank als Rückgriff, falls Kunden zahlungsunfähig werden und die Immobilie unter Umständen verkauft werden muss. Damit es soweit nicht kommt, durchleuchtet die Hausbank natürlich die Bonität des Kunden. Seine Zahlungsfähigkeit wird anhand von Einkommensnachweisen, auch des mitverdienenden Partners und einer Schufa Selbstauskunft geprüft. Gleichermaßen verlangt die Bank, insbesondere bei gebrauchten Immobilien, eine gutachterliche Werteinschätzung des Objekts.

Es muss nicht immer bei der Hausbank finanziert werden

Niemand verbietet es, sich andere Angebote zur Baufinanzierung einzuholen. Andere Banken oder Bausparkassen, können den von der Hausbank verlangten Zinssatz, vielleicht sogar unterbieten. Auch einige Lebens- und Kapitalversicherungen bieten ihre Gelder auf dem Finanzierungsmarkt an. Nicht zuletzt kann der Kunde sich im Internet, bei verschiedenen Vergleichsrechnern eine Angebotsübersicht verschaffen. Dort werden jedoch lediglich die Finanzierungskosten anhand der gewünschten Summe gegen gerechnet. Eine definitive Zusage zur Darlehensgenehmigung erfolgt erst nach einer Prüfung, die analog der Hausbank vorgenommen wird.

Egal, wie die Baufinanzierung schließlich gestaltet wird, wichtig für den Kunden ist Transparenz und ein wenig Flexibilität.

Kategorie: bauen

Veröffentlicht am: 19. Juli 2017
© 2004-2017 | kredit-aufnehmen.de - Kreditvergleich: Ratgeber für Verbraucher