Wie viel Hauskredit kann ich mir leisten?

Der Traum von den eigenen vier Wänden, vom Haus im Grünen oder einem Häuschen am Stadtrand mit kleinem Garten. So vielschichtig die Menschen sind, so unterschiedlich sind die Vorstellung, wie das perfekte Zuhause aussehen soll. Doch ganz gleich, ob es nun ein Haus oder eine Wohnung sein soll. Eines verbindet viele Menschen, der Traum endlich Wohneigentum zu besitzen. Doch nicht immer reichen die eigenen finanziellen Mittel aus, um diesen Traum Wahrwerden zu lassen und so braucht es nicht selten einen sogenannten Hauskredit.

Doch die Aufnahme eines Hauskredites will gut überlegt sein. Allem voran bei großen Kreditvolumen können viele Aspekte dazu führen, dass die Kreditlast am Ende schwer zu stemmen sein wird. Entsprechend wichtig ist es sich zu informieren, zu berechnen, wie viel Kredit man sich wirklich leisten kann und natürlich darauf zu achten, dass der Kredit so günstig wie nur irgend möglich ist.

Wie funktioniert ein Hauskredit?

#78884539 – fotolia.com – Matthias Enter

Um bei der Wahl eines passenden Hauskredits alles richtig zu machen, gilt es zunächst einmal zu verstehen, was so ein Hauskredit eigentlich ist. Grundsätzlich ist ein sogenannter Hauskredit eine zweckgebundene Kreditform, die mitunter auch als Immobilienkredit, Immobilienfinanzierung, Baufinanzierung oder Baugeld bezeichnet werden kann.

Große Besonderheit an dieser Kreditart ist die zweckgebundene Verwendung. Einmal gewährt darf die Gesamtkreditsumme nur für den im Kreditvertrag vereinbarten Zweck verwendet werden. Darüber hinaus sind derartige Kreditformen oftmals mit sogenannten Landesförderungen kombinierbar. Bekannte Formen derartiger Förderungen sind zum Beispiel:

  • Das KfW-Wohneigentumsprogramm
  • Die BAFA-Förderung
  • Der Wohn-Riester

Zudem gibt es in vielen Bundesländern weitere Förderungen für den Bau oder Kauf von Wohneigentum. Allem voran das bayrische Wohnungsbauprogramm sowie das bayrische Zinsverbilligungsprogramm zeigen hierbei auf, wie enorm das Potenzial an möglichen Förderungen für die Anschaffung von Wohneigentum sein kann und wie groß das „Einsparpotenzial“ durch diese Förderungen wird.

Was muss man beim Hauskredit beachten?

Um mithilfe einer Baufinanzierung ein Haus zu kaufen zu können, gilt es zunächst einmal den Kredit zu erhalten. Grundsätzlich braucht es nur einige wenige Schritte und doch ist die Beantragung gar nicht so leicht. Denn nicht jeder, der gerne einen Hauskredit möchte, wird diesen auch erhalten.

Wer bekommt einen Hauskredit?

In der heutigen Zeit erwarten Banken und Kreditgeber Sicherheiten von ihren Kreditnehmern. Selbst wer schon viele Jahre Kunde einer Bank ist, kann nicht erwarten, einfach so eine Hausfinanzierung zu erhalten. Nein es braucht weit mehr als das. Eine gute Bonität und ein stabiles Einkommen sind nur zwei wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Beantragung einer Immobilien- oder Baufinanzierung.

Grundsätzliche Voraussetzungen für einen Hauskredit sind:

  • Mindestens 18 Jahre
  • Fester Wohnsitz in Deutschland
  • Gute Bonität (keine Schufa-Einträge)
  • Ein festes / regelmäßiges Einkommen
  • Sicherheiten und / oder Bürgen (z.B.: 2. Kreditnehmer)

Doch neben den allgemeinen Merkmalen der Kreditwürdigkeit sind es allem voran Fragen der finanziellen Absicherung, die maßgeblich dazu beitragen, ob ein Kreditantrag positiv oder negativ beantwortet wird. Denn allem voran das monatliche Einkommen ist entscheidend für die positive Entscheidung. Nur wenn absehbar ist, dass die Tilgung der Finanzierung durch das monatliche Einkommen gewährleistet ist, kann ein Finanzierungsantrag positiv beantwortet werden.

Welche Unterlagen braucht man für einen Hauskredit?

Sind alle Voraussetzungen für den Kreditantrag grundsätzlich gegeben, gilt es alle nötigen Unterlagen vorzubereiten. Generell gilt, dass auch für eine Hausfinanzierung grundlegende Dokumente wie zum Beispiel ein Lohnnachweis, Ausweisdokumente sowie Meldebescheinigungen im Original vorgelegt werden müssen. Zudem werden diverse Nachweise und Unterlagen benötigt. Mitunter können dies sein:

  • Einkommensnachweise der Mitunterzeichner / Bürgen
  • Unterlagen betreffend der zu finanzierenden Immobilien
  • Nachweise bezüglich der für den Kreditgenannten Sicherheiten
  • Gegebenenfalls nachweise bezüglich der Höhe und Verfügbarkeit des Eigenkapitals

TIPP
Ordnen und sortieren sie Ihre Unterlagen vorab, um so bestmöglich auf das kommende Bankgespräch vorbereitet sein. Nach wie vor ist der persönliche Eindruck ein wichtiger Faktor, wenn es darum gilt zu entscheiden, ob ein Kredit vergeben wird oder nicht. Je zuverlässiger, ordentlicher und organisierter sie auftreten, umso besser sind ihre Chancen die Hausfinanzierung zu erhalten!

Wie lange dauern Zusage und Auszahlung für den Hauskredit?

Sind alle Formalitäten im Vorfeld der Finanzierung geregelt, gilt es geduldig auf die Antwort der Bank zu warten. Je nach Bankinstitut kann die Entscheidung für oder gegen einen Hauskredit durchaus mehrere Tage oder gar Wochen in Anspruch nehmen.

TIPP
Seien Sie geduldig und geben Sie Ihrer Bank jene Zeit, die diese benötigt um Ihren Kreditantrag zu überprüfen und (im besten Falle) alle nötigen Vertragsunterlagen vorzubereiten. Wenn Sie nicht unnötig lange abwarten möchten, können Sie im Zuge der Kreditantragsstellung anfragen, wie lange die Entscheidung wohl dauern wird!

Sobald die Bank entschieden hat, dass die Finanzierung möglich ist, geht es dann auch denkbar schnell. Die nötigen Unterlagen werden vorbereitet und ein Termin zur Kreditunterzeichnung vereinbart und dann ist es so weit. Denn nach der Kreditunterzeichnung ist die Kreditsumme in der Regel in wenigen Tagen zugänglich und der Traum vom eigenen Haus somit finanzierbar.

Wo bekommt man den besten Hauskredit?

Bleibt letztlich die Frage, wo man nun den besten und somit günstigsten Hauskredit erhält. Früher waren sogenannte Hausbanken in jedem Fall zu empfehlen. Doch in der heutigen Zeit ist die Hausbank nicht mehr zwingend die beste Option.

Direktbank vs. Hausbank – ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall!

Direktbanken und spezialisierte Bankinstitute bieten oftmals bessere Konditionen und nicht selten einen günstigeren Zinssatz. Ein Vergleich lohnt sich somit in jedem Fall, um günstig das eigene Haus kaufen zu können. Darüber hinaus ermöglicht ein solcher (oftmals auch online durchführbarer) Vergleich einzelne Kreditangebote gezielt miteinander zu vergleichen. So sieht man auf einen Blick, welche Bank, wie abschneidet und welches Kreditangebot wirklich das Beste ist.

UNSER TIPP
Vorsicht. Vergleichen Sie einzelne Kreditangebote immer nur dann, wenn diese auch wirklich vergleichbar sind. Achten Sie darauf, dass die Zinsart, die Laufzeit des Darlehen sowie die Kreditsumme immer gleich sind, nur so erhalten Sie ein aussagekräftiges Vergleichsergebnis, anhand dessen Sie das beste Kreditangebot ermitteln können!

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