Das 1×1 für günstige Bauzinsen

Der Traum von den eigenen vier Wänden, er beginnt meist mit dem Wunsch nach einem Leben ohne monatliche Mietzahlungen und störender Nachbarn und endet irgendwann mit der Suche nach einer passenden Baufinanzierung. Spätestens, wenn es um eben diese geht, werden auch Bauzinsen ein wichtiger Aspekt. Denn neben Faktoren wie der Finanzierungssumme und der Laufzeit der Baufinanzierung ist es eben auch der Bauzins, der die gesamte Finanzierungssumme nachhaltig und maßgeblich beeinflussen. Doch welchen Einfluss nehmen Bauzinsen auf eine Finanzierung, welche Faktoren beeinflussen die Verzinsung im Zuge einer Baufinanzierung und wie findet man die günstigsten Bauzinsen?

Was sind Bauzinsen?

Mit der Bezeichnung Bauzinsen wird jene Verzinsung bezeichnet, die im Zuge einer Baufinanzierung anfällt. Der Terminus Bauzins bezieht sich hierbei jedoch nicht einzig auf Finanzierungen für Neubauten oder Umbauten. Auch im Zuge von Immobilienfinanzierungen und allgemein Finanzierungen für Wohneigentum werden Bauzinsen veranschlagt.

Der Begriff Bauzins:

  • Bezeichnet die Verzinsung im Zuge einer Bau- oder Immobilienfinanzierungen.
  • Bezeichnet eine Zinsart, deren Zinssatz von der Art der Zinsbindung abhängig ist.
  • Bezeichnet eine Zinsvariante die als vergleichsweise günstig gilt.

Die auch unter den Begriffen Hypothekenzinsen oder Baugeldzinsen bekannten Bauzinsen sind im direkten Vergleich mit anderen Verzinsungsarten – zum Beispiel im Falle von Ratenkrediten – meist erheblich günstiger, dies liegt allem voran an der sogenannten Zinsbindung, die erheblichen Einfluss auf die Höhe Bauzinsen nehmen kann.

Feste oder variable Zinsbindung– wo liegen die Unterschiede?

Ein wichtiger Indikator der Einfluss auf die Höhe und Beständigkeit der Bauzinsen nimmt ist die sogenannte Zinsbindung. Grundsätzlich in feste und variable Zinsbindung unterteilt, ermöglicht die Zinsbindung eine an die Konditionen angepasste Berechenbarkeit der zu leistenden Zinsen im Zuge einer Baufinanzierung.

Die feste Zinsbindung – Besonderheiten und Vorteile im Überblick

Die wohl beliebteste und seit vielen Jahren von zahlreichen Bauherren gern genutzte Variante der Zinsbindung ist die sogenannte feste Zinsbindung. Bei dieser Variante der Zinsbindung erhält der Kreditnehmer über einen festgelegten Zeitraum (in der Regel auf einen Zeitraum von 10, 15 oder 20 Jahren festgelegt) einen festen Bauzins, der unabhängig von Veränderungen hinsichtlich der Zinsentwicklung bestehen bleibt. Die Vorteile dieser festen Zinsbindung sind:

  • Keine Zinserhöhung im Falle steigender Bauzinsen.
  • Gleichbleibende Tilgungsraten & Gesamtfinanzierungsbelastungen

Doch natürlich gibt es auch Nachteile. Wenn der Bauzins zum Beispiel sinkt, nimmt diese Senkung des Zinssatzes keinen Einfluss auf die Finanzierung und Darlehensnehmer können somit bei einer festen Zinsbindung nicht von einem reduzierten Zinssatz profitieren.

Die variable Zinsbindung – Besonderheiten und Vorteile im Überblick

Die zweite Variante der Zinsbindung im Zuge einer Bau- oder Immobilienfinanzierung ist die sogenannte variable Zinsbindung. Diese Variante ist allem voran für jene Bauherren geeignet, die sich nicht über einen langen Zeitraum an einen Zinssatz binden möchten und somit von möglichen Zinsveränderungen profitieren möchten. Die Vorteile der variablen Zinsbindung sind:

  • Die Zinsbindung erfolgt für einen Zeitraum von drei Monaten.
  • Im Falle von Zinssenkungen profitieren Darlehnsnehmern durch eine Anpassung des Zinssatzes.

Doch so vorteilhaft eine variable Zinsbindung für Darlehnsnehmer sein kann, im Falle eines Anstiegs des Bauzinses kann die variable Zinsbindung auch zum Nachteil gereichen. Denn durch die Bindung auf einen Zeitraum von drei Monate und die somit quartalsweise erfolgende Anpassung des Bauzins ist es durchaus möglich, das die Gesamtverbindlichkeit aus einer Baufinanzierung bei steigenden Zinsen spürbar ansteigen, kann.

Bauzinsentwicklung – wie entwickeln sich die Bauzinsen?

Neben der Art der Zinsbindung ist es die Entwicklung der Bauzinsen, die letztlich entscheiden, wie günstig oder teuer eine Baufinanzierung für den Darlehensnehmer tatsächlich wird. Obgleich der sogenannte Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) einen gewissen Einfluss auf den Bauzins nehmen kann, ist dieser Leitzins nicht die Grundlage der Zinsentwicklung. Vielmehr sind es die Entwicklung von Pfandbriefen sowie der Verlauf der Rendite deutscher Staatsanleihen, die den Bauzins nachhaltig prägen und somit seine Entwicklung beeinflussen.

Was beeinflusst die Zinsentwicklung?

Natürlich beeinflussen nicht nur die Entwicklung von Pfandbriefen sowie der Verlauf der Rendite deutscher Staatsanleihen den Wert der Bauzinsen. Auch Aspekte wie die Laufzeit einer Baufinanzierung, der zur Verfügung stehende Anteil an Eigenkapital aber auch die Höhe der Tilgungsrate können den Bauzins beeinflussen.

Die Höhe der Bauzinsen wird beeinflusst von:

  • Der Entwicklung der Pfandbriefe.
  • Dem Renditeverlauf deutscher Staatsanleihen.
  • Der Finanzierungssumme und deren Laufzeit.
  • Der Tilgungsrate

TIPP
Wer für die Baufinanzierung einen bestmöglichen Bauzins erhalten möchte, der sollte die Darlehenslaufzeit kurzfassen. Denn Banken gewähren in der Regel einen günstigeren Bauzins, wenn die Finanzierungsdauer kürzer und somit überschaubarer ist. Zudem kann in Kombination mit einer festen Zinsbindung ein garantierter und günstiger Bauzins ermöglicht werden.

Was passiert wenn die Zinsen steigen?

#78884539 – fotolia.com – Matthias Enter

Wer auf der Suche nach einer Baufinanzierung ist, der steht oftmals vor der Frage feste oder variable Zinsbindung, kurze oder lange Laufzeit der Baufinanzierung. Die Vorteile und Nachteile aller Möglichkeiten liegen klar auf der Hand und werden doch erst markant, wenn die Zinsen für Baufinanzierungen beständig steigen, wie es leider immer wieder phasenweise der Fall sein kann.

Was also passiert, wenn die Zinsen steigen? Darlehensnehmer mit einer festen Zinsbindung bleiben von einem solchen Anstieg des Bauzins unbeeinflusst. Sie haben über einen festen Zeitraum einen Zinssatz, der unabhängig vom aktuellen Zinssatz erhalten bleibt.

Wenn der Bauzinssatz steigt:

  • Bleiben Finanzierungen mit fester Zinsbindung davon unbeeinflusst.
  • Erhöht sich die zu zahlende Finanzierungssumme im Falle einer variablen Zinsbindung.

Darlehensnehmer mit variablen Zinssätzen jedoch spüren in Anbetracht der hohen Finanzierungssummen jedoch jeden noch so kleinen Zinsanstieg. Denn spätestens nach drei Monaten werden die Zinsen für die Finanzierung neu berechnet und der gestiegene Zinssatz wird für die Berechnung der Restschuld herangezogen.

Bauzinsenvergleich – welche Bank hat die günstigsten Bauzinsen?

Um einen bestmöglichen Bauzins zu erhalten und somit zu günstigen Konditionen den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen zu können, gilt es Angebote zu vergleichen und anhand unabhängiger und neutraler Vergleiche die beste Baufinanzierung mit dem besten Bauzins zu finden.

Doch so einfach ein Finanzierungsvergleich in der heutigen Zeit scheint, so wichtig ist es die grundlegenden Aspekte zu beachten. Denn Vergleich ist nicht Vergleich und oftmals werden von Banken nicht die am Ende zu zahlenden Zinssätze in Vergleichen angeführt, sondern der sogenannte nominale Zinssatz. Um einen realistischen und konkreten Vergleich vornehmen zu können, sollten Sie:

  • Die zu finanzierende Kreditsumme korrekt und einheitlich benennen.
  • Das Eigenkapital korrekt und vollständig benennen.
  • Darauf achten, dass der Vergleich nicht anhand nominaler Zinsen erfolgt.
  • Die Art der Zinsbindung nicht vermischen (immer nur fest oder variable!).
  • Darauf achten, dass der Vergleich anhand tagesaktueller Daten erfolgt.

Denn nur wer bei einem Vergleich des Bauzinses die korrekten Daten anführt und keine Vermischung von Zinsbindungen oder Zinsarten zulässt, der wird am Ende einerseits ein aussagekräftiges Ergebnis erhalten und andererseits erkennen welche Bank aktuell die günstigsten Zinsen für Bau- und Immoilienkredite anbietet.

Unser Tipp für Sie!
Achten Sie beim Vergleich der Zinsen in jeden Fall auf wichtige Aspekte wie Sondertilgungsrechte, die Art der Zinsbindung sowie die Laufzeit des Darlehens. Eine kurze Darlehenszeit mit Anschlussfinanzierung kann ein enormes Einsparpotenzial hinsichtlich des Bauzinses ermöglichen. Vergleichen Sie also entsprechend ihrer Möglichkeiten und wagen sie auch einmal den direkten Vergleich mit kürzeren Laufzeiten. Sie werden die werden überrascht sein, wie viel Geld sie sparen können, wenn Sie ihre Baufinanzierung bestmöglich gestalten.

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